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  • Zentrale Körung und Versteigerung 2020 Kärntner Brillenschaf

    Kärntner Brillenschafe im Trend

    Bei der bundesweiten Zentralkörung und Versteigerung überzeugte die Kärntner Brillenschafzucht mit Qualität. Die Siegertiere stellten ZüchterInnen aus Kärnten und Osttirol.

    Von den angemeldeten 113 Zuchtwiddern wurden knapp 100 Tiere der Körkommission vorgestellt. Aufgrund der großen Population und dem damit verbundenen ausgezeichneten Zuchtmaterial war die Selektion entsprechend streng angesetzt. Die Kommission reihte 30 Zuchtwidder in die Klasse I, bei den weiblichen Zuchtschafen erreichten 13 Tiere die höchste Bewertungsklasse.

    Damit ist die heurige bundesweite Zentralkörung, die bereits zum insgesamt 30. Mal stattfand, qualitativ als hoch zu werten. Für die Zuchtleitung war besonders erfreulich, dass es Widder aus fast allen Linien in die Eliteklasse schafften.

    Siegertiere

    In den Endring um die Siegerpreise schafften es fünf Zuchtwidder und drei Zuchtschafe.

    Den Körungssieg bei den weiblichen Kärntner Brillenschafen holte sich Alexander Krobath aus St. Paul im Lavanttal. Mit Spannung wurde in der Zollfeldhalle die Entscheidung bei den Zuchtwiddern erwartet. Ebenfalls heimste hier Züchter Alexander Krobath den 2. Reservesieg ein, der 1. Reservesieger kam vom Zuchtbetrieb Wilhelm Vierbauch aus Obervellach im Mölltal. Den Siegerpreis für den Körungssieg holte sich die Osttiroler Züchterin Sabine Reiter aus Anras.

    Versteigerung

    Bei der anschließenden Versteigerung war die Nachfrage nach weiblichen Spitzentieren sehr gut, was sich im Durchschnittspreis von 520 Euro netto widerspiegelte. Den Höchstpreis von 760 Euro netto erreichte das Siegertier von Alexander Krobath aus St. Paul im Lavanttal.

    Bei den Zuchtwiddern erzielte der Körungssieger der Züchterin Sabine Reiter aus Osttirol den Tageshöchstpreis von 2.000 Euro netto. Beide Zuchttiere wechselten zu Zuchtbetrieben ins Bundesland Salzburg.

    Der beachtliche Durchschnittspreis der verkauften Zuchtwidder der Klasse I betrug 745 Euro netto. Die Preisgestaltung bei den Widdern der Klasse II war ebenfalls ansprechend. Hier erzielte ein Widder der Lavanttaler Züchterin Hildegard Briefer den Höchstpreis von 1.200 Euro netto.

    Insgesamt wechselten 55 Zuchtwidder zu einem Durchschnittserlös von 629 Euro netto je Tier den Besitzer. Das hohe Preisniveau kann mit dem ausgezeichneten Zuchtmaterial und der damit verbundenen Qualitätsverbesserung der einzelnen Zuchtherden begründet werden.

    Eduard Penker

    Hintergrund

    Aufgefallen ist…

    Besonders erwähnenswert war die Disziplin aller Beteiligten, das vorgegebene Hygienekonzept im Rahmen der Covid-19 Verhaltensregeln wurde ausnahmslos umgesetzt. In diesem Zusammenhang wird der Alpe-Adria-Manufaktur Strohmaier gedankt, welche im Rahmen der Modelinie „Kärntner Brillenschaf Kollektion“ speziell angefertigte Schutzmasken für die Auftreiber produziert hat. Eine Verlosung von wertvollen Warenpreisen unter allen registrierten Käufern wie einer Schafschermaschine, Futtermittel- und Trachtengutscheinen rundeten den Kärntner Brillenschaftag ab.

    Zentrale Körung 2020 Krainer Steinschaf

    Krainer Steinschaf – tierische Vielfalt in der Zollfeldhalle

    Am 10. Oktober stand das Krainer Steinschaf in der Zollfeldhalle im Mittelpunkt. Aus ganz Österreich wurden Zuchttiere zur Zentralkörung aufgetrieben.

     

    Besonders erfreulich war der Besuch von Kaufinteressenten aus Bayern, die sich einen Überblick über den positiven Zuchtfortschritt in Österreich verschaffen konnten. Krainer Steinschafzüchter aus den verschiedensten Bundesländern stellten der Körkommission ihre Zuchttiere vor. Von den aufgetriebenen 42 Zuchtwiddern wurden lediglich nur zwei abgekört. Die gekörten Vatertiere werden nun für den weiteren Zuchteinsatz zugelassen. Dank der strengen Vorselektion der einzelnen Züchter war die Qualität der aufgetriebenen Widder sehr gut. Die Klasse I, welche die höchste Klasseneinstufung bedeutete, erreichten sieben Krainer Steinschafwidder.

     

     

    Bei der Schaubesprechung wurden die Zuchtwidder der Klasse I dem interessierten Fachpublikum präsentiert und das Siegertier prämiert. Als Körungssieger kristallisierte sich ein Zuchtwidder des Salzburger Züchterpaares Heidi Pachner und Philipp Gehmacher aus Obertrum im Flachgau heraus. Im Endring um den Tagessieg gelangten noch Zuchtwidder aus zwei steirischen Betrieben, Gudrun Kirschmann aus Weisskirchen und Barbara Soritz aus Schwanberg.

    Nach der Vorstellung der Elitewidder wurden die Tiere im Rahmen eines Freihandverkaufes gehandelt.

    Die interessierten Züchter waren von der Qualität überzeugt und kauften zur Blutauffrischung wertvolle Genetik an.

    Besonders erwähnenswert war die Disziplin aller Beteiligten, das vorgegebene Hygienekonzept im Rahmen der Covid-19 Verhaltensregeln wurde ausnahmslos umgesetzt.

    Text: Eduard Penker